Ausbildung in Deutschland: Ein Überblick für internationale Bewerber

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Inhaltsverzeichnis

Ausbildung in Deutschland: Ein Überblick für internationale Bewerber

Einleitung

Ausbildung in Deutschland bietet internationalen Bewerbern hervorragende berufliche Perspektiven. Das duale Ausbildungssystem kombiniert Theorie und Praxis, was Absolventen besonders gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. In diesem Artikel erhalten ausländische Azubis einen Überblick über das deutsche Ausbildungssystem, die Voraussetzungen, den Bewerbungsprozess und das Leben in Deutschland während der Ausbildung.

Das deutsche Ausbildungssystem

Duale Ausbildung

Die duale Ausbildung ist die am weitesten verbreitete Form der beruflichen Ausbildung in Deutschland. Sie kombiniert zwei zentrale Bestandteile: den theoretischen Unterricht an einer Berufsschule und die praktische Arbeit in einem Unternehmen. In der Berufsschule werden grundlegende fachliche und allgemeine Kenntnisse vermittelt, darunter berufsspezifische Inhalte, Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Deutsch und Mathematik. Dieser Unterricht findet in der Regel an ein bis zwei Tagen pro Woche oder in Blockphasen statt.

Im Unternehmen durchlaufen die Auszubildenden verschiedene Abteilungen oder spezialisieren sich je nach Berufsfeld auf bestimmte Tätigkeiten. Sie arbeiten unter Anleitung erfahrener Fachkräfte, übernehmen schrittweise eigenständige Aufgaben und wenden das erlernte Wissen in realen Arbeitssituationen an. Durch diese Kombination erhalten Azubis eine praxisnahe und vielseitige Ausbildung, die sie optimal auf den Berufseinstieg vorbereitet. Zudem bestehen sehr gute Übernahmechancen nach erfolgreichem Abschluss, da Unternehmen oft gezielt Fachkräfte für den eigenen Bedarf ausbilden. Während der Schulunterricht die fachlichen Grundlagen vermittelt, sammeln die Auszubildenden im Betrieb wertvolle praktische Erfahrungen und wenden ihr Wissen direkt im Arbeitsalltag an. Dieser enge Bezug zur Praxis erleichtert den Einstieg ins Berufsleben und verbessert die Chancen auf eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung.

Schulische Ausbildung

Die schulische Ausbildung in Deutschland wird an Berufsfachschulen oder Fachakademien absolviert und erfolgt in Vollzeit. Im Gegensatz zur dualen Ausbildung gibt es hier keinen direkten Praxisbezug in einem Unternehmen. Stattdessen liegt der Fokus auf theoretischen und fachpraktischen Inhalten, die in Unterrichtsblöcken vermittelt werden. Diese Form der Ausbildung ist besonders in sozialen, kaufmännischen und kreativen Berufen verbreitet, beispielsweise in der Erziehung, im Gesundheitswesen oder im Grafikdesign. Praktika in Unternehmen sind jedoch oft Bestandteil der schulischen Ausbildung, um erste Berufserfahrungen zu sammeln. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Absolventen eine staatlich anerkannte Qualifikation, die ihnen den direkten Einstieg ins Berufsleben oder eine weiterführende Spezialisierung ermöglicht.

Dauer und Abschluss

Die Dauer einer Ausbildung in Deutschland variiert je nach Beruf und gewähltem Ausbildungsweg zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. In dieser Zeit absolvieren die Auszubildenden sowohl theoretischen Unterricht in der Berufsschule als auch praktische Arbeit in einem Unternehmen oder einer schulischen Einrichtung. In einigen Fällen kann die Ausbildungszeit durch gute Leistungen oder bereits vorhandene Qualifikationen verkürzt werden.

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Azubis ein staatlich anerkanntes Zertifikat, das ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten bestätigt. Dieses Abschlusszeugnis wird von der Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der Handwerkskammer (HWK) ausgestellt und ist in ganz Deutschland sowie in vielen anderen Ländern anerkannt. Mit diesem Abschluss stehen den Absolventen zahlreiche berufliche Möglichkeiten offen, darunter die direkte Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb, eine Weiterqualifikation durch Meister- oder Fachwirtprüfungen oder sogar ein anschließendes Studium an einer Hochschule.

Vorteile einer Ausbildung in Deutschland

Das deutsche Ausbildungssystem bietet zahlreiche Vorteile für angehende Fachkräfte. Die hohe Praxisnähe sorgt dafür, dass Auszubildende von Beginn an wertvolle berufliche Erfahrungen sammeln und sich mit den Arbeitsabläufen in Unternehmen vertraut machen können. Dank der engen Verzahnung von Theorie und Praxis erwerben sie fundierte Fachkenntnisse, die sie direkt in ihrem Berufsfeld anwenden können.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die hohe Übernahmequote: Viele Unternehmen bilden gezielt für den eigenen Bedarf aus und übernehmen ihre erfolgreichen Azubis nach Abschluss der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis. Dies bedeutet für Absolventen eine gesicherte berufliche Perspektive und eine stabile Einkommensquelle.

Zudem eröffnen sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, darunter Meister- oder Fachwirtprüfungen sowie Spezialisierungen durch zusätzliche Qualifikationen. In vielen Branchen besteht außerdem die Möglichkeit, nach der Ausbildung ein Studium aufzunehmen, oft sogar berufsbegleitend. Diese flexiblen Weiterbildungsoptionen machen das deutsche Ausbildungssystem besonders attraktiv für internationale Bewerber, die eine langfristige Karriere in Deutschland anstreben.

Unterschied zum Studium

Während eine Ausbildung praxisorientiert ist und den Fokus auf die direkte Anwendung von Wissen in einem realen Arbeitsumfeld legt, konzentriert sich ein Studium stärker auf theoretisches Wissen und wissenschaftliche Konzepte. In einer Ausbildung durchlaufen Azubis verschiedene praktische Phasen in Unternehmen und sammeln wertvolle Berufserfahrung, während Studierende hauptsächlich in Vorlesungen, Seminaren und durch eigenständige Forschung lernen. Zudem bietet ein Studium oft größere akademische Tiefe und ermöglicht Spezialisierungen, wohingegen eine Ausbildung schneller zu einem berufsqualifizierenden Abschluss führt. Wer eine Karriere mit direktem Einstieg in den Arbeitsmarkt bevorzugt, profitiert meist von einer Ausbildung, während ein Studium oft für höhere Qualifikationen und weiterführende Karrieremöglichkeiten in spezialisierten Bereichen notwendig ist.

Rolle der Kammern

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern (HWK) spielen eine zentrale Rolle im deutschen Ausbildungssystem. Sie sind für die Organisation und Durchführung der Abschlussprüfungen verantwortlich und stellen sicher, dass die Ausbildungsstandards eingehalten werden. Zudem bieten sie umfangreiche Beratungsangebote für Unternehmen und Auszubildende an, unterstützen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und vermitteln in Konfliktfällen zwischen Azubis und Betrieben. Weiterhin zertifizieren sie die Ausbildungsbetriebe, um eine hohe Ausbildungsqualität zu gewährleisten. Die Kammern fungieren somit als wichtige Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Auszubildenden und tragen maßgeblich zur Qualitätssicherung des Systems bei.

Voraussetzungen für internationale Bewerber

Anerkennung von Abschlüssen

Ausländische Schulabschlüsse müssen auf ihre Gleichwertigkeit mit deutschen Bildungsabschlüssen überprüft werden. Dies geschieht durch die zuständigen Behörden, beispielsweise die Kultusministerkonferenz (KMK) oder die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB). Die Bewertung hängt von Faktoren wie dem Herkunftsland, dem Bildungsniveau und dem angestrebten Ausbildungsberuf ab. In vielen Fällen müssen Bewerber eine offizielle Anerkennung oder eine Nachqualifikation nachweisen, um eine Ausbildung beginnen zu können. Zudem kann es erforderlich sein, bestimmte Fächer nachzuholen oder Sprachtests abzulegen. Detaillierte Informationen zur Anerkennung von Abschlüssen sind auf spezialisierten Online-Portalen oder bei Beratungsstellen für internationale Bewerber erhältlich.

Sprachkenntnisse

Um eine Ausbildung in Deutschland erfolgreich zu absolvieren, sind solide Deutschkenntnisse erforderlich. In der Regel wird ein Sprachlevel von mindestens B1/B2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) vorausgesetzt. Dies stellt sicher, dass Auszubildende dem Unterricht in der Berufsschule folgen, schriftliche Prüfungen bestehen und sich im Arbeitsalltag verständigen können. Für einige Berufe mit erhöhten Kommunikationsanforderungen, beispielsweise im Gesundheits- oder Sozialwesen, kann sogar ein C1-Niveau notwendig sein. Internationale Bewerber können ihre Sprachkenntnisse durch offizielle Sprachzertifikate wie das Goethe-Zertifikat, telc oder TestDaF nachweisen. Zudem gibt es in vielen Städten und online zahlreiche Deutschkurse zur Vorbereitung, teils mit speziellen Angeboten für berufsspezifische Sprache. Einige Betriebe und Bildungsinstitutionen bieten auch Sprachförderprogramme an, um die Integration zu erleichtern.

Visum- und Aufenthaltsstatus

Nicht-EU-Bürger benötigen ein spezielles Visum, um in Deutschland eine Ausbildung beginnen zu können. Dieses Visum muss vor der Einreise bei der deutschen Botschaft oder dem Konsulat im Heimatland beantragt werden. Voraussetzung für die Erteilung ist ein gültiger Ausbildungsplatz sowie der Nachweis ausreichender finanzieller Mittel, um den Lebensunterhalt während der Ausbildung zu sichern. Nach der Ankunft in Deutschland muss innerhalb der ersten Wochen eine Aufenthaltserlaubnis bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden. Diese Aufenthaltserlaubnis ist in der Regel für die Dauer der Ausbildung gültig und kann unter bestimmten Bedingungen verlängert oder in eine Arbeitserlaubnis umgewandelt werden, falls der Absolvent nach der Ausbildung in Deutschland bleiben möchte. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die spezifischen Anforderungen und notwendigen Unterlagen zu informieren, um Verzögerungen oder Probleme im Bewerbungsprozess zu vermeiden.

Finanzielle Absicherung

Die finanzielle Absicherung spielt eine entscheidende Rolle für internationale Bewerber, die eine Ausbildung in Deutschland beginnen möchten. Während der Ausbildung erhalten Azubis in der Regel eine Ausbildungsvergütung, die je nach Branche und Tarifvertrag variiert. Diese Vergütung reicht oft aus, um einen Teil der Lebenshaltungskosten zu decken, ist aber nicht immer ausreichend. Daher gibt es zusätzliche finanzielle Unterstützungen wie das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG), das speziell für Schüler und Auszubildende mit geringem Einkommen gedacht ist. Zudem bieten verschiedene Stiftungen und Organisationen Stipendien für ausländische Azubis an, insbesondere für besonders leistungsstarke oder bedürftige Bewerber. Darüber hinaus gibt es Förderprogramme von der Agentur für Arbeit oder lokalen Behörden, die bei der Deckung der Kosten für Sprachkurse, Lehrmaterialien oder sogar Wohnkosten helfen können. Es empfiehlt sich, frühzeitig Informationen über diese Unterstützungsmöglichkeiten einzuholen und gegebenenfalls Anträge zu stellen, um finanzielle Engpässe während der Ausbildung zu vermeiden.

Alters- und Gesundheitsanforderungen

Einige Berufe setzen ein Mindestalter oder spezielle gesundheitliche Voraussetzungen voraus. So müssen beispielsweise Auszubildende in handwerklichen oder sicherheitskritischen Berufen wie dem Baugewerbe oder in der Luftfahrt häufig ein Mindestalter von 18 Jahren erreichen, bevor sie bestimmte Maschinen bedienen oder gefährliche Arbeiten ausführen dürfen.

Gesundheitliche Anforderungen variieren je nach Berufsfeld. In medizinischen und pflegerischen Berufen wird oft eine gesundheitliche Eignung vorausgesetzt, die durch ärztliche Untersuchungen nachgewiesen werden muss. Dazu gehören unter anderem Seh- und Hörtests oder die Prüfung der körperlichen Belastbarkeit. Ebenso müssen in der Lebensmittelbranche Hygieneschulungen absolviert und Gesundheitsnachweise erbracht werden.

Internationale Bewerber sollten sich vor der Bewerbung über die spezifischen Anforderungen des gewünschten Ausbildungsberufs informieren, um sicherzustellen, dass sie die notwendigen Kriterien erfüllen und eventuelle medizinische Nachweise frühzeitig beantragen können.

Beratungsangebote

Internationale Bewerber können auf eine Vielzahl von Organisationen und Beratungsstellen zurückgreifen, die sie bei der Orientierung und Bewerbung unterstützen. Dazu gehören unter anderem die Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammern (IHK), die Handwerkskammern (HWK) sowie spezialisierte Beratungsstellen für ausländische Fachkräfte. Diese Einrichtungen helfen bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, der Vermittlung von Ausbildungsplätzen, der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche sowie bei Fragen zu Visa- und Aufenthaltsbestimmungen. Darüber hinaus gibt es Programme wie „Berufsberatung für Zugewanderte“, die individuelle Unterstützung bieten. Auch Online-Plattformen und Informationsportale wie „Make it in Germany“ oder „Anerkennung in Deutschland“ stellen umfangreiche Ressourcen und Ansprechpartner zur Verfügung. Internationale Bewerber sollten frühzeitig Kontakt zu diesen Stellen aufnehmen, um sich bestmöglich auf ihre Ausbildung in Deutschland vorzubereiten.

Bewerbungsprozess und Finanzierung

Ausbildungsplatz finden

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz kann über verschiedene Wege erfolgen. Online-Portale wie die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Ausbildung.de oder StepStone bieten zahlreiche Stellenangebote. Zusätzlich veröffentlichen Unternehmen auf ihren eigenen Websites offene Ausbildungsplätze. Empfehlenswert ist es, sich direkt bei Unternehmen zu bewerben, die für internationale Bewerber offen sind. Vermittlungsprogramme, wie jene von Industrie- und Handelskammern (IHK) oder spezialisierten Beratungsstellen, helfen ebenfalls, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Zudem gibt es Messen und Infoveranstaltungen, auf denen Unternehmen ihre Ausbildungsangebote vorstellen.

Bewerbung

Eine Bewerbung besteht in der Regel aus einem gut strukturierten Bewerbungsschreiben, einem Lebenslauf mit Foto und relevanten Zeugnissen. Manche Arbeitgeber verlangen zusätzlich Praktikumsnachweise oder Sprachzertifikate. Wichtig ist, dass Bewerbungen an deutsche Standards angepasst sind, was unter anderem eine klare Struktur und fehlerfreie Sprache bedeutet. Viele Unternehmen setzen mittlerweile auf digitale Bewerbungen über Online-Formulare oder Bewerbungsportale.

Vorstellungsgespräch

Nach einer erfolgreichen Bewerbung folgt oft ein Vorstellungsgespräch, das persönlich oder digital geführt wird. Einige Berufe setzen auch auf spezielle Eignungstests, um die fachlichen und persönlichen Fähigkeiten der Bewerber zu prüfen. Es ist ratsam, sich auf das Gespräch vorzubereiten, indem man sich über das Unternehmen informiert, mögliche Fragen durchgeht und die eigenen Stärken und Schwächen reflektiert.

Finanzierung

Die Ausbildung wird in der Regel durch eine Ausbildungsvergütung finanziert, die je nach Branche und Tarifvertrag unterschiedlich hoch ausfällt. Zusätzlich gibt es Fördermöglichkeiten wie das BAföG, das internationale Bewerber unter bestimmten Voraussetzungen beantragen können. Stipendien, Zuschüsse oder Unterstützungsprogramme von Stiftungen und sozialen Einrichtungen können ebenfalls helfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken. Besonders für internationale Azubis gibt es spezielle Förderprogramme, die bei Sprachkursen oder Unterkunftskosten unterstützen.

Sozialversicherung

In Deutschland sind Auszubildende sozialversicherungspflichtig. Dies bedeutet, dass sie automatisch in die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung aufgenommen werden. Ein Teil des Gehalts wird für diese Beiträge abgezogen, aber Azubis profitieren von der umfassenden Absicherung. Die Krankenversicherung ist besonders wichtig, da sie medizinische Behandlungen abdeckt und für den Aufenthalt in Deutschland verpflichtend ist. 

Leben und Arbeiten in Deutschland

Wohnmöglichkeiten

Für internationale Auszubildende gibt es verschiedene Wohnmöglichkeiten. Viele entscheiden sich für Wohngemeinschaften (WGs), in denen sie mit anderen Studierenden oder jungen Berufstätigen zusammenleben. Dies ist eine kostengünstige und soziale Option. Eine Alternative sind Wohnheime, die speziell für Auszubildende und Studierende zur Verfügung stehen. Wer mehr Unabhängigkeit bevorzugt, kann eine eigene Wohnung mieten, sollte aber die höheren Kosten und den schwierigen Wohnungsmarkt in großen Städten berücksichtigen. Unterstützung bei der Wohnungssuche bieten Plattformen wie WG-Gesucht oder das Studentenwerk.

Integration

Die Integration in Deutschland kann für internationale Bewerber herausfordernd sein, wird aber durch verschiedene Programme und Angebote erleichtert. Sprachkurse helfen dabei, die Deutschkenntnisse zu verbessern, während soziale Netzwerke und interkulturelle Veranstaltungen die Eingewöhnung unterstützen. Viele Unternehmen bieten Integrationsprogramme an, die aus Mentoring, Workshops oder interkulturellen Schulungen bestehen. Darüber hinaus gibt es Organisationen, die internationale Auszubildende mit Einheimischen vernetzen, um den Austausch zu fördern.

Arbeitsrechte

Auszubildende in Deutschland haben gesetzlich geregelte Rechte und Pflichten. Dazu gehören geregelte Arbeitszeiten, eine festgelegte Vergütung sowie Urlaubsansprüche. Im Regelfall beträgt die wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als 40 Stunden. Es gibt zudem klare Vorschriften zum Kündigungsschutz und zur Berufsschulpflicht. Die Rechte und Pflichten sind im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und im jeweiligen Tarifvertrag festgelegt. Falls Probleme auftreten, stehen Betriebsräte, Gewerkschaften oder die Industrie- und Handelskammern (IHK) als Ansprechpartner zur Verfügung.

Freizeit

Deutschland bietet eine große Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten. Sportvereine sind eine beliebte Möglichkeit, um aktiv zu bleiben und neue Kontakte zu knüpfen. Kulturelle Angebote wie Museen, Theater und Konzerte sind in vielen Städten leicht zugänglich. Zudem gibt es zahlreiche Events, Stadtfeste und Festivals, die das kulturelle Leben bereichern. Internationale Auszubildende können auch an Programmen teilnehmen, die ihnen helfen, das Land und seine Traditionen besser kennenzulernen.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland variieren je nach Region stark. In Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg sind Mieten deutlich teurer als in kleineren Städten oder ländlichen Regionen. Neben der Miete müssen Kosten für Lebensmittel, Verkehrsmittel, Versicherungen und Freizeitaktivitäten eingeplant werden. Viele Auszubildende nutzen Vergünstigungen wie das Azubi-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr oder Rabatte für kulturelle Einrichtungen. Es empfiehlt sich, ein monatliches Budget zu erstellen, um die Ausgaben im Blick zu behalten.

Unterstützung

Internationale Auszubildende können auf verschiedene Unterstützungsangebote zurückgreifen. Organisationen wie die Bundesagentur für Arbeit, die IHK oder die HWK bieten Beratung und Hilfe bei der Eingewöhnung. Zudem gibt es Mentoring-Programme, bei denen erfahrene Fachkräfte oder ehemalige Azubis als Ansprechpartner dienen. Auch die Unternehmen selbst haben oft Anlaufstellen für internationale Mitarbeiter, die Unterstützung bei bürokratischen Fragen oder persönlichen Anliegen bieten. Netzwerke und Online-Communities helfen ebenfalls dabei, den Einstieg zu erleichtern und Erfahrungen auszutauschen. Wohnmöglichkeiten: WG, Wohnheim oder eigene Wohnung sind gängige Optionen.

Fazit Arbeiten in Deutschland

Die Ausbildung in Deutschland bietet internationalen Bewerbern hervorragende Chancen auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Durch das duale Ausbildungssystem erhalten sie sowohl theoretisches Wissen als auch wertvolle Praxiserfahrung, was ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert. Besonders die hohe Übernahmequote nach der Ausbildung und die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten machen das System attraktiv.

Eine frühzeitige Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg. Dies umfasst nicht nur die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und die Erfüllung der sprachlichen Anforderungen, sondern auch die gezielte Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz. Ein solides Deutsch-Niveau, idealerweise B1 oder B2, ermöglicht eine bessere Integration in den Arbeitsalltag und die Berufsschule.

Zudem sollten internationale Bewerber sich über die finanziellen Rahmenbedingungen informieren, da neben der Ausbildungsvergütung auch Fördermöglichkeiten wie BAföG oder Stipendien zur Verfügung stehen. Beratungsstellen, Kammern und Online-Plattformen bieten wertvolle Unterstützung, um den Bewerbungsprozess zu erleichtern und bürokratische Hürden zu meistern.

Wer sich gut vorbereitet, kann nicht nur eine hochwertige Ausbildung in Deutschland absolvieren, sondern sich auch langfristige Karriereperspektiven im Land eröffnen. Mit Engagement, Sprachkenntnissen und der richtigen Unterstützung steht einer erfolgreichen beruflichen Zukunft in Deutschland nichts im Wege.

Wusstest du schon...

Wusstest du schon, dass in Deutschland die duale Ausbildung weltweit als Vorbild gilt?

Viele Länder haben das deutsche Modell übernommen oder orientieren sich daran. Der Mix aus Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule sorgt für eine erstklassige Berufsvorbereitung und hohe Übernahmechancen nach der Ausbildung.

Wusstest du schon, dass in Deutschland viele Ausbildungsberufe keinen Hochschulabschluss erfordern?

Während in einigen Ländern akademische Abschlüsse für viele Berufe Pflicht sind, kannst du in Deutschland eine Karriere in verschiedenen Bereichen direkt nach der Schule starten – oft mit hervorragenden Zukunftsperspektiven.

Wusstest du schon, dass in Deutschland auch internationale Bewerber eine Ausbildung machen können?

Wer aus einem Nicht-EU-Land kommt, kann mit einer Aufenthaltserlaubnis eine Ausbildung beginnen. Voraussetzung sind meist ein Ausbildungsplatz, ein Schulabschluss und ausreichende Deutschkenntnisse.

Wusstest du schon, dass in Deutschland Auszubildende besondere Rechte haben?

Azubis sind durch das Berufsbildungsgesetz geschützt. Sie haben unter anderem Anspruch auf Urlaub, eine geregelte Arbeitszeit und müssen keine Überstunden machen – es sei denn, sie sind ausdrücklich erlaubt.

Wusstest du schon, dass in Deutschland nach der Ausbildung viele Azubis direkt übernommen werden?

Da Betriebe ihre Azubis selbst ausbilden, haben sie großes Interesse daran, sie nach der Ausbildung zu behalten. In vielen Fällen gibt es bereits vor Abschluss der Ausbildung eine feste Jobzusage.

FAQ

Häufig gestellte Fragen!

Internationale Bewerber benötigen in der Regel einen Schulabschluss, Deutschkenntnisse (mindestens B1), einen Ausbildungsplatz in einem anerkannten Beruf sowie eine Aufenthaltserlaubnis, falls sie aus einem Nicht-EU-Land kommen.

Die Ausbildung kombiniert praktische Arbeit in einem Unternehmen mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Meistens wechseln sich die Phasen wöchentlich oder blockweise ab.

Besonders gesucht sind Azubis in folgenden Bereichen:

  • Handwerk (Elektriker, Tischler, Mechaniker)
  • Pflege & Gesundheit
  • Hotel & Gastronomie
  • IT & Technik
  • Logistik & Transport

Ja, wenn du aus einem Nicht-EU-Land kommst. Du musst ein Visum zur Berufsausbildung bei der deutschen Botschaft in deinem Heimatland beantragen.

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen 2 und 3,5 Jahren. Bei sehr guten Leistungen kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

So können wir Sie unterstützen!

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